"Modern": Das coolste Restaurant

Wenn "Modern" Retro ist

von Guillaume Doré   

Als ich dem Hostel-Personal erzählte, dass ich nach einer Nacht im "Tami" (Yurihama) Kurayoshi besuchen werde, empfahlen sie mir, das "Modern" zu besuchen und überreichten mir einen Rabattcoupon für eine "Bananenmilch". Dieser Empfehlung zu folgen, war das Beste, was ich hätte tun können.

Kurayoshi liegt in der Präfektur Tottori zwischen der Stadt Tottori und Matsue. Die meisten Touristen, die am Bahnhof Halt machen, fahren in Richtung Misawa, um den Berg Mitoku und den Sanbutsu-ji Tempel zu sehen, der in den Berg gebaut ist. Ich persönlich hätte nichts dagegen, im Misawa-Onsen zu halten, wenn ich die Gegend wieder besuchen würde. Dann gibt es noch die Gegend um Shirakabe, die durchaus interessant und charmant ist, um ein traditionelles japanisches Stadtbild der Edo-Zeit zu bewundern. In der Gegend gibt es das Kurayoshi Figur Museum und das Tottori Nijisseiki Birnen Museum. Es gibt also viel zu sehen in der Gegend, die 4 km südlich des Bahnhofs liegt und leicht mit dem Bus zu erreichen ist, wenn man nicht laufen möchte.

Das Gute daran ist, dass das "Modern" direkt an der Hauptstraße des Shirakabe Gebietes liegt. Nachdem ich also ein wenig in der Gegend herumgelaufen war, wurde ich hungrig und beschloss, das Restaurant anzusteuern. Es war ziemlich einfach zu finden und es gab sogar eine Kreidetafel mit dem Namen des Restaurants in lateinischen Buchstaben, also war ich sicher, dass ich am richtigen Ort war. Ich öffnete die Tür und... wow, was ist das für ein Ort? Ich war erstaunt!

"Modern" ist absolut nicht modern... es ist das epischste Retro-Restaurant, in dem ich je war. Wir reden hier über Showa-Retro, also 1980er-Retro, mit Vinyl-Plattenspieler, Röhrenfernseher und fantastischen Postern. Um mehr zu sehen, schaue dir gerne weitere Bilder auf Facebook, Instagram oder Google Maps an.

Die Speisekarte, die mit einer niedlich aussehenden Doraemon-Figur verziert ist, ist sowohl auf Englisch als auch auf Japanisch, während die Beschreibung der einzelnen Menüpunkte nur auf Japanisch ist. Ich bat um eine Empfehlung und die beiden vorgeschlagenen Gerichte waren Hayashi-Reis und Gyusuji-Ramen. Ich entschied mich für den Hayashi-Reis, da ich bereits ein Ramen-Gericht für das Abendessen ins Auge gefasst hatte. Kurayoshi ist für seine Gyukotsu-Ramen, oder Rinderknochen-Ramen, bekannt (ja, das ist ungewöhnlich, da Tonkotsu, oder Schweineknochen viel bekannter sind). Ich habe mir auch die Bananenmilch geholt, da ich einen Gutschein für einen Rabatt hatte. Am Ende war es eine wirklich gute und günstige Mahlzeit.

Das Essen ist gut, der Ort ist reizend. Wenn es also eine Sache gibt, die man sich merken sollte, dann ist es, dass man, wenn man sich entscheidet, Kurayoshi zu besuchen, unbedingt im "Modern" einkehren muss.

Zurück in der Straße des Shirakabe Gebietes, umgeben von Gebäuden aus der Edo-Zeit, verstehe ich jetzt, warum das "Modern" letztendlich doch modern ist.

Anfahrt

Das "Modern" liegt 4 km südlich des Bahnhofs Kurayoshi, an der San-in-Linie. Vom Bahnhof aus fahren verschiedene Busse in die Gegend (erkundige dich am Informationsschalter am Bahnhof). Diese halten entweder an der Akakawara Shirakabedozo Bushaltestelle oder an der Shirakabedozogunzen Bushaltestelle, je nachdem, welchen Bus du benutzt.

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Susann Schuster

Susann Schuster @susann.schuster

Born in Germany, now living in Tokyo together with my husband. I love photography, hiking and running. I am a movie nerd, an art lover and love to be creative.

Original von Guillaume Doré

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