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Das Digital Art Museum: TeamLab Borderless

Ein einmaliges interaktives Farbenspiel in Tokyo

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von Jianne Soriano   

Das TeamLab Borderless Digital Art Museum auf Tokyos künstlicher Insel Odaiba bietet mit seinen interaktiven Kunstwerken auf insgesamt mehr als 10.000 m² Fläche ein unvergessliches Erlebnis, welches wie sein Name schon vermuten lässt, die Grenzen zwischen den Kunstwerken und den BesucherInnen verschwinden lässt.

Viele der durch modernste Technik erzeugten Projektionen bewegen sich frei im Raum, wandern durch das gesamte Areal und interagieren miteinander und mit den BesucherInnen. Somit ist man hier nicht nur Betrachter, sondern auch Akteur und erlebt Kunst auf eine ganz andere, interaktive Weise.

Diese Ausstellung wird vom Mori Building und dem teamLab Kunstkollektiv gemeinsam unterhalten, mitunter, um Tokyo als moderne Kunst-Hub und eine der führenden internationalen Städte zu präsentieren. Das Museum ist dabei in fünf Themenbereiche aufgeteilt: Borderless World, Athletics Forest, Future Park, Forest of Lamps, und das EN Tea House.

Was erwartet dich im TeamLab Borderless?

Die Kunstwerke wandern und verändern sich.
Die Kunstwerke wandern und verändern sich. (Foto: Jianne Soriano)

In der Borderless World können sich die BesucherInnen frei im dreidimensionalen Raum bewegen und mit den Kunstwerken interagieren, welche sich ebenfalls in Bewegung befinden und durch die Räume wandern. Dieser Bereich legt den Fokus auf die menschlichen Sinne und die Bewegung ohne jegliche Grenzen.

Kunstwerke und BesucherInnen bewegen sich frei im Raum.
Kunstwerke und BesucherInnen bewegen sich frei im Raum. (Foto: Jianne Soriano)

Der Athletics Forest bietet vor allem ein körperliches Erlebnis und man ist hier noch mehr Teil der Ausstellung. Hier kann mit den Kunstwerken interagieren und sich fast schon wie in einem Parkour an Schaukeln umher schwingen, über Wackelbrücken balancieren oder auf Trampolins springen - das alles in einer fast schon unwirklichen Welt aus Licht und Farben.

Auch Bewegung kommt hier nicht zu kurz.
Auch Bewegung kommt hier nicht zu kurz. (Foto: Jianne Soriano)

Im Future Park schließlich können die BesucherInnen selbst kreativ werden. Die eigenen auf Papier gezeichneten Kunstwerke werden gescannt und anschließend auf die umliegenden Wände projiziert, wo sie zum Leben erweckt werden. So beginnt hier das kreative Schaffen als individuelle Erfahrung, um sich später gemeinsam mit den anderen Kunstwerken zu einer gemeinsamen Erfahrung zusammenzufügen.

Hier kann man selbst kreativ werden.
Hier kann man selbst kreativ werden. (Foto: Jianne Soriano)

Der Forest of Lamps hat zum Ziel, das Bewusstsein für die Umgebung und die Präsenz anderer zu schaffen. Dies wird durch die dortigen Lampen versinnbildlicht. Steht man neben einer Lampe, so geht diese an und leitet diesen Impuls an die nächste Lampe weiter, solange, bis ein weiterer Mensch im Raum mit dem Licht erreicht wird. Diese Art von Kettenreaktion soll menschliche Interaktion und Kommunikation widerspiegeln.

Forest of Lamps - Interaktion
Forest of Lamps - Interaktion (Foto: Jianne Soriano)

Der letzte Teilbereich schließlich ist das EN TEA House. Für nur 500 Yen kann man hier aus einer Auswahl von Teesorten wählen. Sobald man die Teetasse vor sich hat, kann man darin beobachten, wie eine digitale Blume erblüht. Dies soll die Natur und deren Veränderungen repräsentieren

Das teamLab Borderless ist für jedes Alter geeignet und verspricht ein unvergessliches Erlebnis und ein Museum der ganz anderen Art. BesucherInnen sollten hier auf jeden Fall genügend Zeit einplanen, um das riesige Areal in Ruhe erkunden zu können. Denn nicht selten versucht man sich an den Kunstwerken zu orientieren, welche von Raum zu Raum wandern und somit nicht davor schützen, sich zu verlaufen.

Was ist der Unterschied zwischen dem Borderless und dem TeamLab Planets?

Was viele gar nicht wissen ist, dass sich in Tokyo aktuell gleich zwei TeamLab Museen befinden - das Borderless und das Planets. Beide trennen sogar nur wenige Bahnstationen. Das Grundprinzip von interaktiven Kunstwerken ist das gleiche, dennoch liegt der Fokus bei beiden etwas unterschiedlich.

Das Borderless auf Odaiba ist weitaus größer und beinhaltet mehr unterschiedliche Themenbereiche und Ausstellungsstücke. Damit benötigt man für dieses auch auf jeden Fall mehr Zeit, während das Planets in kürzerer Zeit besichtigt werden kann, nämlich zwischen ein und zwei Stunden, beim Borderless dagegen benötigt man zwischen zwei und vier Stunden.

Das Borderless hat den Fokus vor allem auf Licht und Geräusche, wohingegen im Planets mehr Wert auf Oberflächen und Texturen gelegt wird. So kann man in einem Raum barfuß durch knietiefes Wasser gehen und die auf die Oberfläche projizierten Koi Karpfen bewundern. Einige Kunstwerke aber haben die beiden Museen auch gemeinsam, wie beispielsweise den Crystal Light Raum oder einen Raum mit riesigen Luftballons. Das sollte aber niemanden davon abhalten, beide Museen zu besuchen, denn jedes bietet für sich besondere Highlights.

Ein Blick ins TeamLab Borderless

Bilder sagen mehr als tausend Worte, und so kann man in diesem Video einen ersten Eindruck davon bekommen, was das TeamLab Borderless zu bieten hat:

Anfahrt

Das Museum befindet sich auf der Insel Odaiba in der Bucht von Tokyo. Die beiden nächsten Stationen sind Tokyo Teleport Station an der Rinkai Linie und Aomi Station an der Yurikamome Linie.

Mehr Informationen

Erfahre mehr über TeamLab Borderless Museum

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Fabienne

Fabienne @fabienne.machner

I am a passionate writer who loves Japan and enjoys traveling and meeting new people.

Original von Jianne Soriano

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