Shimane: Japans wohlbehütetes Geheimnis

Schönheit und Mythologie

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Im Westen von Japans Hauptinsel Honshu, an der Küste und nicht weit von Hiroshima entfernt, findet man die Shimane Präfektur - ein Geheimtipp, für den sich ein Abstecher lohnt. Liebe und Schönheit spielen in Shimanes Geschichte eine große Rolle und viele Orte ziehen die BesucherInnen damit magisch an. Hier findet man nämlich neben Japans ältestem Schrein auch die ‘heiße Quelle der Götter’, um nur zwei der vielen mystischen Orte zu nennen.

Shimane bietet wunderschöne Küsten, Wasserfälle und kleine Onsen Orte. Zudem gibt es viele familienfreundliche Aktivitäten wie Traubenernten, Marmeladenkochen, der Besuch einer traditionellen Soja Manufaktur oder Schmuckwerkstadt. Im Folgenden findest du die Top Dinge, welche man in Shimane machen sollte.

Magatama Schmuckwerkstadt

Magatama Halskette
Magatama Halskette (Foto: Eline Teunissen)
Magatama herstellen
Magatama herstellen (Foto: Eline Teunissen)

Magatama werden die Komma-förmigen Perlen genannt, die oft in traditionellem Schmuck verwendet werden. Seit etwa 1000 v. Chr. werden Magatama in religiösen und zeremoniellen Schmuckstücken verwendet. Wegen der spirituellen Kräfte, die ihnen zugeschrieben werden, gehören sie auch zu den drei imperialen Insignien Japans. In Izumo in der Shimane Präfektur befindet sich zudem eine der größten Ruinen des Landes, in denen Magatama gefunden wurden. Ein Besuch des dortigen Izumo Magatama no Sato Workshops ist besonders denen zu empfehlen, die selbst einmal versuchen möchten, die kleinen Perlen anzufertigen.

Izumo Taisha

Auch wenn sein genaues Alter unbekannt ist, gilt der Izumo Taisha als Japans ältester Schrein. Er ist Ōkuninushi geweiht, dem Shinto Gott der Ehe und Beziehungen. Nach alter Folklore heißt es, dass dies der Schrein ist, an dem sich alle Götter einmal im Jahr versammeln. Auch wenn sich Schreine in Japan oft sehr ähnlich sehen, bietet Izumo Taisha durch seine uralte und mystische Aura mit Sicherheit eine einzigartige Erfahrung. Selbst Ladcadio Hearn bezeichnete die Gegend als ‘Land der Götter’, als er diesen Schrein im späten neunzehnten Jahrhundert besuchte.

Die Gebete am Schrein folgen einer anderen Prozedur als üblich. Jene, die mit dem Shinto Gebet vertraut sind, kennen diese Reihenfolge: zweimal verbeugen, zweimal in die Hände klatschen, beten und ein weiteres Mal verbeugen. Am Izumo Taisha jedoch, verbeugt man sich zweimal, klatsch viermal in die Hände, betet und verbeugt sich dann ein letztes Mal.

Izumo Taisha Shimenawa
Izumo Taisha Shimenawa (Foto: Eline Teunissen)
Izumo Taisha
Izumo Taisha (Foto: Eline Teunissen)

Inasa Strand

Dieser Strand ist nicht nur als einer der 100 schönsten Strände Japans gelistet, er gilt auch wegen seiner engen Verbundenheit mit dem Izumo Thaisha Schrein als heiliger Ort. Der dortige Byobu Fels beherbergt einen weiteren kleinen Schrein, an dem viele Rituale zelebriert werden. Besucher sammeln mit einer Bambuskelle Meereswasser oder Sand vom Strand und bringen dies am Schrein als Opfergaben dar. Es heißt, dass dieses Ritual Glück in der Liebe bringt. Unabhängig vom Einfluss auf das Liebesleben ist der Fels mit dem Schrein natürlich auch ein wunderschöner Anblick.

Inasa Strand
Inasa Strand (Foto: Eline Teunissen)

Yushi-En

Yushi-En ist ein traditioneller japanischer Garten, der genau das bietet, was man bei einem Spaziergang erwartet: Wunderschön gestaltete Wasserfälle, Steinlaternen, Teiche und roten Brücken. Berühmt ist der Garten jedoch für seine Pfingstrosen. Auch wenn sich dafür besonders ein Besuch im Frühjahr empfiehlt, blühen viele Sorten auch das ganze Jahr über. Besucher können ein Getränk im Café mit Blick auf den Teich genießen oder einen der Läden besuchen, die verschiedene Getränke mit Wellness- oder Schönheitsbezug anbieten. Die Insel, auf der der Yushi-En liegt, ist besonders bekannt für den Anbau von koreanischem Ginseng. Ein Spaziergang im Garten und eine Tasse Ginseng Tee bieten somit mehr als genug, um das innere Gleichgewicht zu finden.

Yushi Garten
Yushi Garten (Foto: Eline Teunissen)

Am Yaegaki Schrein um Liebe bitten

Der Yaegaki Schrein ist bekannt dafür, Glück in der Liebe zu bringen. Hinter dem Schrein liegt ein kleiner Teich, der als ‘Spiegel Teich’ bekannt ist. Ihm wird nachgesagt, Glück in der Liebe voraussagen zu können, indem man eine 100 Yen Münze auf einem Stück Papier auf seiner Oberfläche schwimmen lässt - je länger sie braucht um zu sinken, desto länger wird es dauern bis man seine(n) Liebste(n) findet. Wenn das kleine Floß zudem noch nahe am Absender sinkt, soll es sich beim Zukünftigen dann auch um jemanden nahestehenden handeln.

Tamatsukuri Onsen

Tamatsukuri ist ein sehr altes Onsen Städtchen, dessen erste schriftliche Erwähnung schon mehr als 1300 Jahre zurückliegt. Schon jener Text dokumentierte die verjüngende und heilsame Wirkung der dortigen heißen Quellen, die seit dem als ‘heiße Quellen der Götter’ bezeichnet werden. Dank seines mit Mineralien wie Kieselsäure und Sulfat-Ionen angereicherten Wassers, ist der Tamatsukuri Onsen bis heute berühmt für die wohltuende Wirkung auf die Haut. Die Badehäuser wurden auf beiden Seiten entlang des Tamayu Flusses gebaut. Gleichzeitig kann man auch kostenfrei eines der öffentlichen Fußbäder am Flussufer genießen.

Magatama Temizuya
Magatama Temizuya (Foto: Eline Teunissen)

Die Präfektur Shimane ist eines von Japans wohl gehüteten Geheimnissen. Ihre Vielfalt bietet etwas für alle Liebhaber japanischer Mythologie, Religion, Schönheit und Natur - und all das abseits der Massen der "goldenen Route". Wenn man also einen Ort sucht, um sich zurückzuziehen und zu entspannen, ist ein Besuch im schönen Shimane abseits der bekannten Pfade immer eine Überlegung wert.

Anfahrt

90 Minuten Flug vom Flughafen Haneda (Tokyo)

3 Stunden Zugfahrt von Osaka

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