Foto: Mika Baumeister

Coronavirus (COVID-19) in Japan

Informationen zu Einreise, Hygienemaßnahmen und Hilfe im Notfall

Foto: Mika Baumeister
von Fabienne    

Einreise nach Japan

Mit dem 30. August liegt ein Einreiseverbot für 159 Länder und Territorien vor, darunter auch Deutschland, Österreich und Schweiz. Die vollständige Liste ist auf der offiziellen Website der JNTO zu finden.

  • Aktuell ist die Einreise für nicht-japanische StaatsbürgerInnen aus Deutschland, Österreich, Schweiz und vielen anderen Ländern ohne permanenten Wohnsitz in Japan nicht gestattet.
  • Im Moment ist noch nicht bekannt, wann Touristen aus diesen Ländern wieder nach Japan einreisen dürfen.
  • Die Olympischen Sommerspiele in Tokyo, welche vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden, werden ohne Touristen aus dem Ausland stattfinden, wie die Organisatoren am 21. März 2021 mitteilten.
  • Nicht-japanische StaatsbürgerInnen mit einem Wohnsitz in Japan benötigen für die Einreise ein Schreiben der japanischen Botschaft, sowie einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 72 Stunden vor Abflug sein darf, zudem müssen sie sich bei Ankunft für 14 Tage in (Heim)Quarantäne begeben.
  • Zudem sind pro Tag nur 2.000 internationale Einreisende gestattet und pro landendem Flugzeug aus dem Ausland dürfen nur 80 Personen an Bord sein.
  • Ab dem 14. Januar 2021 müssen alle Einreisende nach Japan einen Written Pledge vorlegen, mit dem sie sich zur Einhaltung der Quarantänemaßnahmen verpflichten
  • Alle Personen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz, welche ab 5. März 2021 in Japan ankommen, müssen mindestens drei Tage nach der Einreise in einer von den Quarantänebeamten zugewiesenen Unterkunft untergebracht werden (drei Tage gerechnet ab dem Tag nach der Einreise).
  • Am dritten Tag nach der Einreise (am dritten und sechsten Tag für diejenigen, die vor der Abreise kein negatives Ergebnis des Covid-19 Tests vorlegen können) wird ein erneuter Covid-19 Test durchgeführt. Bei einem negativen Testergebnis darf die von den Quarantänebeamten zugewiesene Unterkunft verlassen werden, ohne öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Für den Rest der 14-tägigen Quarantänezeit muss man Zuhause oder im Hotel bleiben.
  • Es empfiehlt sich, bei einer geplanten Reise die japanische Botschaft zu konsultieren.
  • Für die Zeit, ab der die Einreise für Touristen wieder möglich ist, sind sogenannte Health Monitoring Center in Planung, welche einerseits Informationen und Hilfe für Touristen bieten sollen und gleichzeitig bei einer Infektion mögliche Cluster identifizieren und eindämmen sollen. Touristen sollen sich verpflichtend bei der Einreise in diesen Centern mit Kontaktdaten und Passnummer registrieren.

Aktueller Stand in Japan

Seit 13. Januar 2021 gilt in 11 japanischen Präfekturen der Notstand

  • In den Präfekturen Tokyo, Kyoto, Osaka, Chiba, Kanagawa, Saitama, Hyogo, Aichi, Gifu, Tochigi und Fukuoka wurde aufgrund steigender Infektionszahlen der Notstand ausgerufen
  • Restaurants und andere Einrichtungen werden in den betroffenen Regionen dazu angehalten, um 20:00 Uhr zu schließen
  • Viele Unternehmen operieren mit den im „neuen Normal“ eingeführten Präventionsmaßnahmen wie Abstandsregeln und Hygienekonzepten

Welche Maßnahmen helfen am besten gegen das Coronavirus?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Folgendes:

  • Regelmäßiges Händewaschen – mit Seife und warmem Wasser oder einem Handdesinfektionsmittel (min. 60% Alkohol)
  • Abstand halten – empfohlen ist ein Abstand von mindestens 1, besser 2 Metern zu anderen Menschen, besonders wenn diese husten oder niesen
  • Nicht ins Gesicht fassen – Mund, Augen und Nase sollten nicht mit den Händen berührt werden, wenn letztere nicht gründlich gereinigt wurden
  • Handhygiene – beim Husten und Niesen nicht die Hand vor den Mund halten, sondern in die Ellenbeuge husten/ niesen; benutzte Taschentücher sofort entsorgen und anschließend Hände waschen
  • Masken (Mund-Nasen-Schutz) tragen – die WHO empfiehlt seit 5. Juni das Tragen von Masken, um die Ausbreitung des Virus durch Tröpfchen und Aerosole zu minimieren

Erfahre mehr über Japans Hygienemaßnahmen in Zeiten von COVID-19

Warum einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt seit 5. Juni das Tragen von Masken (Mund-Nasen-Schutz)

Es gab gerade in Zeiten der Pandemie eine weltweite Diskussion über die Wirksamkeit von Masken und gerade zu Beginn der Corona-Krise teilweise sogar Engpässe oder erhöhte Preise für solche.

In Japan war es – wie in den meisten asiatischen Ländern – schon vor COVID-19 absolut üblich, bei Krankheit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, zumindest in öffentlichen Verkehrsmitteln und am Arbeitsplatz. Gerade in den großen Städten wird dies vor allem als respektvoller Umgang angesehen – statt sich selbst zu schützen (was mit solchen Masken nicht oder nur geringfügig möglich ist), geht es hier primär darum, andere nicht anzustecken.

Mittlerweile sieht man in der Öffentlichkeit – selbst im Freien – kaum mehr Menschen ohne Masken. Der Schutz wird aus Rücksicht für andere getragen, kann aber auch für einen selbst hilfreich sein, da man dadurch weniger häufig in das eigene Gesicht greift und somit potenzielle Erreger nicht an die Schleimhäute gelangen.

Brauche ich eine Reiseversicherung?

Egal, ob man für eine längere Zeit in Japan ist oder nur für einen Urlaub – eine Reiseversicherung ist grundsätzlich zu empfehlen, nicht nur in Zeiten von COVID-19. In jedem Fall sollte man sich im Vorfeld erkundigen, was genau von der Versicherung gedeckt wird: Beispielsweise decken Auslandskrankenversicherungen in der Regel Arzt- und Krankenhausbesuche sowie Medikamente während des Reisezeitraumes, während eine Reiserücktrittsversicherung Stornogebühren von beispielsweise Hotels oder Flügen deckt.

Wen kontaktiere ich im Notfall?

Wer sich unsicher fühlt oder den Verdacht hat, selbst an COVID-19 erkrankt zu sein, sollte sich an die Hotline der Japanischen Tourismuszentrale (JNTO) wenden, welche durchgehend erreichbar ist und Sprachservices auf Englisch, Chinesisch, Koreanisch und Japanisch anbietet:

  • Aus Japan: 050-3816-2787
  • Aus dem Ausland: +81-50-3816-2787

Was mache ich, wenn ich mich krank fühle?

Die japanische Regierung fordert Menschen mit folgenden Symptomen dazu auf, daheim zu bleiben und im Notfall einen Arzt oder ein Krankenhaus zu kontaktieren:

  • 4 Tage oder länger anhaltendes Fieber (37.5 °C oder höher)
  • Trockener Husten und/ oder Atembeschwerden
  • Scheinbar grundlose Müdigkeit/ Erschöpfung
  • Grippesymptome wie Kopf- und Gliederschmerzen
  • Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns

Japan erweitert konstant seine täglichen Testmöglichkeiten, um sicherzustellen, dass Infektionen rechtzeitig erkannt und Cluster ausgemacht werden.

Menschen aus Risikogruppen (Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Personen) werden für Tests und Behandlungen bevorzugt behandelt.

Im Zweifelsfall sollte man einen Arzt oder eine entsprechende Notfall Hotline kontaktieren:

Medizinische Einrichtungen mit englischsprachigem Service

Die JNTO Hotline: 050-3816-2787 (mehr Informationen siehe oben)

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Fabienne

Fabienne @fabienne.machner

I am a passionate writer who loves Japan and enjoys traveling and meeting new people.

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